Arena Vertikal GmbH & Co. KG

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„Du schaffst das“,hallt es durch den einzigen Canyon in Troisdorf. Bis zu 14 Meter hoch türmen sich hier die steilen Felswände beidseits auf, teils sogar mit starken Überhängen. Georg Gerstenberg macht seiner Kletterpartnerin, genannt Buddy, Mut für den nächsten Griff. Der liegt weit weg und scheint nicht größer zu sein als ein 2 Euro Stück. Dabei führt Gerstenberg ein Kletterseil souverän durch das Sicherungsgerät am speziellen Gurt. Sein Buddy greift schließlich doch ins Leere. Doch es passiert nichts. Das Seil federt sachte und Buddy sitzt gefahrlos im Klettergurt, sogar bequem in etwa zehn Metern Höhe und genießt die Aussicht. Zu sehen gibt es 1.800 qm Kletterwand und über 300 Routen aller Schwierigkeitsgrade.

„Man muss kein Held sein zum Klettern“, resümiert Buddy, die eigentlich Vera heißt und heute zum ersten mal die Arena Vertikal besucht. Vera ist Azubi. Nicht in der Arena Vertikal, sondern in einer Troisdorfer Spedition. Ihre Mission im Auftrag des Arbeitgebers: Finde und plane unsere Weihnachtsfeier.
Nun – gefunden hat sie. Und bei der Planung des Events helfen die Veranstaltungsprofis aus dem Team der Kletterhalle gerne weiter. Am Ende der Vorbereitungen steht dann eine Mischung aus Weihnachtsfeier und dem spielerischen Ausflug in die Vertikale.

Ein individuelles Incentive für das ganze Team, das ganz nebenbei die Qualität der Gemeinschaft weiter entwickelt.

Denn wo, wenn nicht beim Klettern mit Seil und Sicherung lassen sich Verantwortung, Kommunikation und Teamgeist besser erlebbar machen.

Dabei hat sich das Klettern längst zum Breitensport ent­wickelt und bietet insbesondere in der professionellen Umgebung einer modernen Kletterhalle auch für Anfänger aller Altersklassen Raum und Rahmen für ganzheitliche Bewegung. „Beim Klettern entdecken wir Muskeln von denen wir zuvor nicht wussten, dass es sie gibt“, erklärt Gerstenberg, Gründer und Geschäftsführer der Arena Vertikal die Bewegungsabläufe beim Klettern. Immer mehr Aktive ersetzen folglich mit dem regelmäßigen Besuch in der Kletterhalle auch das Training im Fitness-Studio.

Gleich 53 Mitarbeiter kümmern sich in der Arena um das Wohl der Besucher. Alle eint die Freude am Klettern. Und das wird schnell zu Leidenschaft. Sie treibt auch Georg Gerstenberg früh zur Unternehmensgründung. Eigentlich plant der 33-Jährige die Eröffnung eines Kletter-Fachgeschäfts. Eigentlich. Denn er findet keine Kletterhalle, in der eine Shop-Integration erfolgversprechend scheint. Dafür findet er in Kletterfreund Nico Ludwig einen Partner für die Vision einer eigenen Halle. 2011 eröffnen die Gründer im Spicher Gewerbegebiet Junkersring schließlich die modernste Klettersporthalle der Region.

Der Weg dorthin ist sicher der mit dem größten Schwierigkeitsgrad in der Kletter-Karriere der Gründer.

Da es für viele Anforderungen, zum Beispiel bei der Konstruktion der eigentlichen Indoor-Felswand, keine Lösungen aus der Schublade gibt, legen sie an den künstlichen Klippen pausenlos selber Hand an.

 

Bis zu 200 km Anreise nehmen Bergsportler heute in Kauf, um das Ergebnis genau hier zu erleben. Auch bei Wettkämpfen von internationalem Niveau. Kein Wunder ist da, dass die Kletter-Routen der diesjährigen Boulder-Worldcups in München den Troisdorfer Köpfen und Händen des Teams um Ludwig und Gerstenberg entspringen.

Beide müssen zurück ins Büro. Zum Klettern in ihrer Halle sind sie dieses Jahr noch nicht gekommen. Dafür stricken sie schon ganz konkret an der nächsten Vision. Sie wollen weiter expandieren und wissen: „wir schaffen das“.